Aufgaben und Ziele

St. Albertus-Magnus-Apothekergilde

Die Albertus-Magnus-Apothekergilde ist ein Zusammenschluss katholischer Apothekerinnen und Apotheker, die ihren Beruf christlich gestalten, verantwortungsvoll in die Gesellschaft hineinwirken und gegenüber ihren Partnern – den Patienten und Ärzten – ihre Positionen aktiv vertreten wollen.

Die Idee, eine Vereinigung katholischer Apotheker in Deutschland zu gründen, geht zurück auf eine Begegnung einiger deutscher Apothekerinnen und Apotheker im Jahr 1953 mit den europäischen Kollegen auf dem z. Kongress der Federation Internationale des Pharmaciens Catholiques (F.I.P.C.) in Spa/Belgien. Schon 1955 hatte die „Gilde“ 160 Mitglieder. Von diesem Jahr wurde die Gilde Vollmitglied in der F.I.P.C.

Die erste große internationale Aufgabe erhielten die deutschen Apothekerinnen und Apotheker der Gilde 1956 mit der Ausrichtung des 4. Internationalen Kongresses der F.I.P.C. in Freiburg/ Breisgau.

Alle zwei Jahre finden überregionale Arbeitstagungen und Kongresse statt.

Aufgaben und Ziele

  • Auseinandersetzung mit berufsethischen und berufsspezifischen Fragen 
  • Interdisziplinäre Gespräche, insbesondere in den Bereichen Medizin und Theologie
  • kritische Auswertung des wissenschaftlichen Fortschritts sowie ökonomischer Bestrebungen
  • Initiative und Engagement zur Verbesserung der Patientenversorgung
  • christliche Bildungsarbeit als Ergänzung zur wissenschaftlichen Fortbildung
  • Vertretung der christlichen Apothekerschaft in Kirche, Gesellschaft und Politik

Zur Unterstützung dieser Bestrebungen finden in regelmäßigen Abständen regionale, nationale und internationale Tagungen und Kongresse an wechselnden Orten statt, die gleichzeitig der Kontaktaufnahme, dem Meinungsaustausch und der Völkerverständigung dienen.

Gäste, Kolleginnen und Kollegen, Studenten, Studentinnen, Praktikanten und Praktikantinnen sind zu diesen Veranstaltungen herzlich willkommen.

Albertus Magnus

Schutzpatron und Namensstifter der Gilde ist der Dominikanermönch und Bischof Albert der Große (1193-1280). Sein Werk und Wirken kann in ganz besonderer Weise auch für Christen des 20. Jahrhunderts als Vorbild gelten. Zeitlebens wurde er neben seiner Lehrtätigkeit, vor allem an den Universitäten Paris und Köln im kirchlichen und weltlichen Bereich gerufen, um Frieden und Versöhnung zu stiften.

Richtungsweisend war seine wissenschaftliche Arbeit: Als erster christlicher Gelehrter erschloß er seiner Epoche die Werte der Spätantike vor allem Aristoteles – und des jüdischen und arabischen Kulturkreises.

Thomas von Aquin war sein Schüler, von dessen Tod er auf dem z. Konzil von Lyon ( 1274) erfuhr. Er war nicht nur als Theologe anerkannt, sondern beherrschte das Wissen seiner Zeit und befasste sich auch mit naturwissenschaftlichen Fragen. Bis zwei Jahre vor seinem Tod, bis ins hohe Alter von 85 Jahren, war er wissenschaftlich tätig.

Sein Grab fand er in der Dominikanerkirche in Köln.

Was sagen Apotheker über die Gilde-Arbeit

„Wir wollen die Wandlungen der Zeit anerkennen. Aber die Würde der menschlichen Natur, die letzten Endes ihren Ursprung in der Würde Gottes hat, sie wollen wir in die Zukunft hineinretten.“ (Albert Leiss 1956)

„Wir müssen uns die Frage stellen: Lassen wir uns bei der Arbeit in unserem Beruf vom Gebot des Dienens am Mitmenschen, am Leidenden, am Hilfesuchenden noch lenken oder orientieren wir uns ausschließlich an den Gesetzen der Ökonomie“ (Edwin Scheer, Präsident der FIPC 1991 )

„Wir brauchen eine Gruppe, um als Gleichgesinnte über unseren Standpunkt gemeinsam reflektieren zu können und gemeinsam zu handeln. Die Gruppe kann das gemeinsam leisten, was der Einzelne nur schwer kann. Sie bietet die Möglichkeit bewussten gesellschaftlichen Engagements und Ort der Besinnung, um diese Position zu gewinnen und um gesellschaftliches Handeln zu ermöglichen.“ (Paul Hagedorn: Aufgaben, Probleme, Ziele der St.-Albertus-Magnus Apothekergilde, Bamberg 1979)